Onlinemarketing News

18. Januar 2013
|

Wochenrückblick KW3: Contentmarketing – das Thema der Zukunft

Teile wenn es gefällt ... Share on Facebook0Tweet about this on Twitter0Share on Google+3Share on LinkedIn0Buffer this pageEmail this to someone

EdgeRank – Keine Erfindung von Facebook!

Dass in vergangener Zeit viel Verwirrung um das Thema EdgeRank herrschte, hat Björn Tantau dazu veranlasst, ein Podcast-Special auf radio4seo dazu zu machen. Danke! Der EdgeRank ist keine Erfindung von Facebook! Der EdgeRank wurde nur geschaffen, um Teile des Algorithmuses von Facebook, der für die Beitragssichtbarkeit verantwortlich ist, besser darzustellen.

Der Kern, um den es bei dieser ganze Geschichte geht, ist das Engagement, also wie man Menschen auf Facebook am besten und effektivsten erreichen kann. Oft wird bei der Diskussion immer wieder vergessen, worum es bei Facebook eigentlich geht:

  • Content
  • Menschen
  • wie man Content zu den Menschen führt

“Das Ziel im Social Media oder Content-Marketing-Bereich ist es, den Content so zu platzieren, dass möglichst viele Menschen auf ihn aufmerksam werden, er einen Mehrwert bietet und dieser Mehrwert weitergeben wird.”

Wie kommt man ans Ziel ?

Je besser das Produkt, das man produziert, desto besser wird dieses zu den Menschen überliefert, in diesem Fall der Content. Beim Produzieren ist es erforderlich, immer im Hinterkopf zu haben, dass das, was ich produziere, möglichst viele Menschen anspricht. Eine Beziehung muss zu den Menschen aufgebaut werden, damit eine Interaktion entsteht. Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Zeit. Menschen müssen langfristig und kontinuierlich in den produzierten Content involviert sein. Nur dann schafft man es, dass sie auch wieder zu einem zurückkehren!

  • User sollen in den Content involviert sein
  • User sollen möglichst oft wiederkommen
  • User sollen möglichst oft interagieren
  • User sollen möglichst lang auf der Facebook-Page bleiben

Einfaches Beispiel: Wenn man Beiträge von Freunden besonders oft liked oder kommentiert, dann sieht man diese Freunde in seiner Timeline öfter als Freunde, mit denen man weniger interagiert.


Der Facebook-Algorithmus
sorgt dafür, dass Dinge, die mir gefallen, die mich interessieren (anhand meiner Interaktion) vorgeschlagen/angezeigt werden. Facebook misst die Dinge, die mir gefallen.

Großer Vorteil für Facebook-Pages ist dies auszunutzen! Denn prominente Beiträge werden in der Timeline nach oben geschubst bzw. bevorzugt angezeigt. Das, was ich like oder mir weit oben angezeigt wird, veranlasst mich dazu, mehr zu liken, mit der Folge, dass meine Freunde sowie deren Freunde darauf aufmerksam werden und das Produkt ebenfalls liken.

Der EdgeRank soll die Verknüpfung der einzelnen Pages mit den Personen darstellen. Dies ist jedoch keine Erfindung von Facebook! Der EdgeRank soll Indikator dafür sein, welcher Content für Personen am interessantesten ist.

Sind diese Faktoren gegeben, so haben es Facebook-Pages einfacher, bei den Fans ganz oben in Timelines zu ranken! Informationen, die den User interessieren, werden bevorzugt dargestellt. Dabei spielt die Aktualität keine Rolle. Ältere Beiträge von Freunden können in den Hauptmeldungen über aktuelleren Beiträgen stehen.

Die Interaktionsrate muss steigen, damit Leute besser erreicht werden! Um langfristig erfolgreich zu bleiben, muss den Usern immer wieder neuer Content geboten werden.

Strategie jetzt bei Facebook ändern?

Grundsätzlich muss man sich immer anpassen, da Facebook bzw. Social Media oder der Markt sich im Allgemeinen stets weiterentwickeln. Facebook-Strategien sollen nicht einmalig für die Zukunft angepasst werden! Die Herrausforderung, die es zu meistern gilt, ist die Strategie ständig anzupassen, nur so erreiche ich die User, nur so entsteht organisches Wachstum. Habe ich die richtigen Ressourcen, um dauerhaft erfolgreich zu sein? Diese Frage gilt es, sich zu stellen.

Google hat mit dem Panda und Pinguin Update eine klare Richtung signalisiert: Den Menschen sollen Qualität und bestmögliche Ergebnisse geboten werden. Google und Facebook verbindet eines: Beide sind börsenorientierte Unternehmen, die auf Nachfragen der Menschen reagieren müssen, um weiterhin erfolgreich zu bleiben und am Markt bestehen zu können! Menschen wollen das finden, was sie suchen. Sie wollen Antworten auf Fragen bekommen und zwar nicht auf 0-8-15 Spampages, sondern auf qualitativen Seiten! Dies ist auch Indiz dafür, dass Facebook eine eigene Suchmaschine in Kooperation mit Microsoft auf den Markt bringen will: Das soziale Netzwerk führt eine eigene Suchfunktion ein!

Facebook Graph-Search

Facebook Graph-Search

 

Warum?

“Wenn die Qualität auf  Seiten sinkt, dann wandern User ab!”

Die Gefahr, dass User abwandern, besteht und sollte nicht unterschätzt werden. Es gibt Alternativen, und Alternativen können der nächste Goliath sein. Google Plus steht schon in den Startlöchern und wartet nur noch auf den Schuss. Der EdgeRank als Teil dieser Qualitätssicherung ist ein äußerst gut funktionierender Algorithmus, um dem entgegenzustehen. Wenn man den EdgeRank verbessern will, muss man qualitativen Content liefern! Emotionen und Begeisterung müssen bei Usern geschaffen werden, um Beziehungen zur Marke, zum Produkt und zum Brand aufbauen zu können. Dieser Algorithmus muss dahingehend für sich ausgenutzt werden!

Wie genau?

Mit folgenden Fragestellungen:

  • Wer genau ist meine Zielgruppe?
  • Was genau will ich erreichen ?
  • Was genau macht mein direkter Konkurrent?

-> Benchmarking betreiben und Sachen besser machen als die anderen! Nur ein harter Markt ruft neue innovative Ideen hervor. Das, was User wollen, muss auch geboten werden. Dies kann man ganz einfach messen anhand der Fans und Interaktionen. Likes sind Empfehlungen, die man jedoch nur bekommt, wenn der Inhalt auch stimmt. Empfehlt ihr Bullshit?

Ganz einfach:

Liefert man guten Content oder ein tolles Produkt ab, erhält man auch eine entsprechende Resonanz, von der zuvor definierten Zielgruppe. Der EdgeRank an sich kann vernachlässigt werden, wenn die Fragestellungen klar definiert sind. Wenn man grundlegende Fragestellungen beherzigt, dann müssen sich User direkt angesprochen fühlen, und genau das ist die Basis (Interaktion in Social Media), die erforderlich ist, um einen erfolgreichen Brand aufzubauen.

 

Löst Contentmarketing das Linkbuilding ab?

Contentmarketing wird immer bedeutender. Einen interessanten Artikel zu diesem Thema gab es diese Woche auf bohncore.de. Das, was Linkbuilding bisher ausgemacht hat, wird von Google zurzeit in Frage gestellt. Fakt ist, dass sich das klassische Linkbuilding verändert. Google selbst sagt, dass wir Links nicht manuell aufbauen dürfen, denn Links sind Empfehlungen, und Empfehlungen sollen User aus freien Stücken geben. In Zeiten von Pandas und Pinguinen werden Links auf einer Seite besonders analysiert. Netzwerke können schnell ausfindig gemacht werden. Wie eingangs schon beschrieben: User wollen Qualität. Contentmarketing wird ohne Zweifel das Thema der Zukunft werden. Die Frage ist nur: Wie schnell und gut kann man sich dieser neuen Qualität anschließen?

 

Muss man sich um schlechte Links kümmern?

Google Webmaster-Beauftragter John Müller nahm in einem Hangout dazu Stellung. Können schlechte Bookmark- und Artikellinks sich negativ auf meine Seite auswirken, wenn es die Linkziele gar nicht mehr gibt? John sagt: Nein! Wenn diese Links kein konkretes Ziel haben, dann wirkt sich das auch nicht negativ auf meine Seite aus. Google hat das Disavow-Tool zur Verfügung gestellt, um ungewünschte Links zu entwerten.

Es ist klar, dass diese Tools tote Links auflisten und man als Webmaster bestrebt ist, diese zu beseitigen, aber für tote Spamlinks ist das nicht notwendig. Das Disavow-Tool ist nur relevant, wenn man einzelne Links hat, die auf Seiten verweisen, die tatsächlich vorhanden sind und man diese selbst entwerten möchte.

 

Vermehrte Beschwerden über vorgschaltete Captcha-Eingabe

Wie auf dem Googlewatchblog berichtet wurde, gibt es in Deutschland immer häufiger Beschwerden über vorgeschalteten Captchas (Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart) – Eingaben bei der Google-Websuche. Wenn für Google der Verdacht besteht, dass Suchanfragen von Bots gestellt werden und nicht von Menschen, dann wird der jeweilige Google-Dienst verweigert und nur durch Eingabe eines Captchas freigegeben. Verhindert werden soll, dass automatisierte Massenanfragen an Google gestellt werden und somit in einem Zeitintervall x-beliebige Daten abgefragt werden können.

Warum wird also bei manchen Usern nur einmal nach diesen Captchas gefragt und bei anderen ständig?

Der Grund dafür ist höchstwahrscheinlich, dass in Deutschland ein extrem großes Bot-Netzwerk vorhanden ist. Bei der Interneteinwahl wird i. d. R. eine neue IP-Adresse vergeben, so kommt es vor, dass ein User die gleiche IP bekommt, die kurz zuvor aus einem Bot in einer Suchanfrage gestellt worden ist. Äußerungen zu diesem Thema von Google gibt es derzeit noch nicht.

Larry Page kritisiert den Fokos auf das Konkurrenz-Denken

In einem Interview mit dem WIRED-Magazin kritisiert Google-Gründer Larry Page vor allem den Fokus auf das Konkurrenz-Denken und die mangelnden Innovationen, die aus seiner Sicht in der Branche fehlen. Larry Page hat Google in den vergangenen zwei Jahren in eine ganz neue Richtung geleitet. Insbesondere der Fokus auf weniger Produkte und die Rationalisierung bestimmter Services sowie den Unterhaltungsbereich Google Labs, brachten Google im Bereich der Innovation weit nach vorn.

Page philosophiert über Googles Ziele und den Wettbewerb zwischen den Technik-Unternehmen. Wenn man sich ständig nur auf seine Konkurrenten fokussiert und seine Ziele nur über jährliche Produktverbesserung definiert, dann ist dies seiner Meinung nach eine falsche Sichtweise. Google verfolgt dabei ein anderes Ziel: Alle “X- Jahre sollte man sich solchen völlig neuen Produkten zuwenden, an dessen Erfolg man glaubt, denn dies ist ein guter Ansatz, der Konkurrenz voraus zu sein.

Das komplette Interview könnt ihr hier nachlesen.

 

Weitere interessante Beiträge der Woche:

cm

Folge mir

Christoph Metz

Marketing Manager (Social) bei PR - Popularity Reference
Seit der Gründung von Popularity Reference im Jahr 2010 ist Christoph Teil des SEO-Teams und ist Verantwortlicher für den Bereich Außendarstellung.
Folge mir
0

Kommentare

Loading Facebook Comments ...

0 Comments


Sag uns Deine Meinung

Diskutiere mit unseren Autoren zum Thema

Leave a Reply