Wochenrückblick KW4: Googles Kampf gegen die SEO-Toolanbieter
- Veröffentlicht von: Daniela Henschke
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In den vergangenen Monaten wurde sehr viel über Google geschrieben, und nicht selten wurde die übermächtige Rolle des Suchmaschinengiganten in Frage gestellt. Mal wurde Google als alles fressendes Meeresungeheuer und mal als ein eigenes Land (Google Earth) auf einem ganzen Kontinent von Internet-Riesen dargestellt.
Nächste Runde: Google vs. Toolanbieter
Schon lange schwelt ein Konflikt zwischen Google und den SEO-Toolanbietern. Die letzteren leben nämlich davon, mit ihren Tools automatisch die Rankingpositionen für Keywords bei Google abzugreifen. Aufgrund der so gewonnenen Informationen ist es Tausenden von Internetfirmen überhaupt erst möglich, Suchmaschinenoptimierung zu betreiben. Um gegen das sogenannte Scraping vorzugehen, hatte Google zuletzt damit gedroht, seine API für die Toolanbieter zu sperren. Das hatte zuletzt zu vielen Spekulation um die Zukunft der Anbieter geführt.
Kleine Fische für Google?
Für Google bedeutet diese Praxis einen Millionenschaden. Schließlich unterhält der Suchmaschinenbetreiber Rechenzentren, um den Suchanfragen von Millionen von Nutzern gerecht werden zu können. Die Toolanbieter senden millionenfach Suchanfragen für alle möglichen Keywords an Google und speichern die Suchergebnisse in einer Datenbank ab. Die künstlichen Suchanfragen nehmen bei Google Serverkapazität in Anspruch, die nicht in Werbeeinnahmen resultieren können.
Jetzt möchte Google gegen das unerwünschte Scraping seiner Daten vorgehen und hat bereits einige Anbieter (Raven, Ahrefs, SEOmoz) abgemahnt. Die greifen neben selbstgescrapten Daten auch auf die Adwords Schnittstelle zurück. Durch verschärfte Nutzungsbedingungen kann Google jetzt auch darauf Einfluss nehmen. Viele deuten diese Geste als einen Warnschuss. Google wird nicht davor zurückschrecken, auch juristisch gegen die Toolanbieter vorzugehen. Die rechtliche Seite dürfte in der Tat spannend sein. Schließlich lebt Google von den kostenlosen Daten der Seiten im Netz. Die Toolanbieter greifen dann wiederum auf Googles Daten zurück. Ist das nicht eigentlich das Gleiche?
Facebooks neue Suchmaschine
In dieser Woche wurde wieder heftig über die neue Facebook-Suche “Graph Search” diskutiert. Was kann die neue Suchmaschine, und was bedeutet das für SEO? Mit einiger Beruhigung musste man feststellen, dass die neue Suchmaschine nur auf freigegebene Daten zurückgreifen kann. Aufgrund der Beschränktheit der Social Signals im eigenen Umfeld dürften sie allerdings noch kein repräsentatives Ergebnis liefern. Wenn man zum Beispiel nach Restaurants in Hamburg sucht, kann es sein, dass niemand aus dem eigenen Freundeskreis bisher dort war oder ein “Like” gegeben hat.
Aber gerade für lokale Geschäfte und Restaurants sowie für Produkte steckt noch Potential in persönlichen Empfehlungen. Schließlich treiben sich Facebook-User meist mehrmals am Tag in ihrem Social-Network herum – und warum nicht auch gleich die Suchfunktion nutzen? Richtig, es gibt noch zu wenig aussagekräftige Ergebnisse. Aber wenn es sie gibt, dann bieten sie auf jeden Fall eine glaubwürdige und bequemere Alternative zu den etablierten Bewertungsdiensten wie Qype und Co.
Es würde sich demnach für Unternehmen lohnen, ihre Facebook-Präsenz weiter auszubauen. Leicht teilbare Inhalte dürften die Interaktion mit einer Seite erhöhen. Dementsprechend erhöht sich auch die Reichweite in den Freundeskreisen. Allerdings können auch gefährliche Suchergebnisse zustande kommen, die irrtümlicherweise von einem harmlosen Like auf eine politische Gesinnung schließen lassen. Der Gebrauch ist, wie immer, mit Vorsicht zu genießen.
Facebook erweitert Conversion Tracking
Die Interaktion der User mit den Werbebotschaften wird immer messbarer für die Werbetreibenden. Jetzt hat Facebook auch das Conversion Tracking für alle Nutzer zur Verfügung gestellt.
Bisher war es dank der Insights lediglich möglich, die Klickrate auf einer Anzeige zu messen. Allerdings konnte man den Weg eines Users auf der Webseite nicht verfolgen. Dies ist jetzt anhand eines bestimmten Tracking-Codes möglich. Die neue Einstellung ermöglicht eine ROI-Berechnung, denn den Kosten einer Facebook-Ad können jetzt bestimmte User-Interaktionen gegenübergestellt werden. Wahlweise können das Anmeldungen für den Newsletter, die Anlegung eines Nutzerkontos oder Umsätze sein. Außerdem kann man ab sofort leichter erkennen, welche Zielgruppe am meisten mit einer Anzeige interagiert hat. So lassen sich in Zukunft Streuverluste vermeiden.
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- Nicht ganz ernst gemeint: Tod den Kategoriebeschreibungen!

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