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Onlinemarketing News

26. Oktober 2012
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Wochenrückblick KW43: Lesegeschwindigkeit, Leistungsschutzrecht und der Weg ins goldene Zeitalter

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Ein Google Tool für alles

Eigentlich war diese Woche nicht viel los in der SEO-Welt. Es schien so, als wären die meisten zum SEO Day abgereist, um sich über spannende Themen wie das Disavow Link Tool und die neuen Local- und Mobile-Strategien auszutauschen. Auch Jan war da und wird uns in den nächsten Tagen ausführlich Bericht erstatten.
Der Rest ist zu Hause geblieben und hat auf neue Entwicklungen aus dem Hause Google gewartet. Doch Matt Cutts wollte auch dieses Mal kein Google Kontroll-Tool einführen, weil er genau wusste, dass wir sowieso alle Tricks und Kniffe in unserem Wochenrückblick verraten würden ;)
SEOs müssen eben geduldig sein und selbstständig einen Weg finden, der optimal ist für ihre Webseite. Es wäre ja auch langweilig, wenn wir alle das gleiche Tool hätten. Deshalb müssen wir uns in guter alter SEO-Manier mit den Ergebnissen unserer Recherche zufrieden geben. Und sind dabei auf einen potentiellen neuen Rankingfaktor gestoßen!

Lesegeschwindigkeit als Rankingfaktor

Die Lesegeschwindigkeit soll in Zukunft für Google im Ranking Ausschlag darüber geben, ob eine Seite interessant für seine Leser ist oder ob sie gar nicht erst gelesen wird. Es ist löblich, dass Google neben vielen eher technischen Rankingfaktoren wie der Verlinkung auch menschliche Rankingfaktoren erfassen möchte. Die Messung der Lesegeschwindigkeit könnte Google schon bald mithilfe eines mysteriösen neuen Patents gelingen. Unklar bleibt aber immer noch, wie genau Google die Lesegeschwindigkeit bestimmen will.
Aber was wäre, wenn die Lesegeschwindigkeit über die Güte einer Webseite bestimmen würde? Spielen wir das doch mal gedanklich durch: Welche Aussagen könnte man anhand der Lesegeschwindigkeit überhaupt treffen? Eine langsame Lesegeschwindigkeit würde dafür sprechen, dass die Seite sehr viele Informationen bietet und sich die User intensiv mit dem Inhalt befassen. Es kann aber auch dafür sprechen, dass die Inhalte nur sehr schwer verdaulich sind und besser formuliert sein könnten.
Eine schnelle Lesegeschwindigkeit würde im Gegenzug eine gute Lesbarkeit signalisieren. Oder eben wenig interessanten Inhalt. Fazit: Ich komme zu dem Schluss, dass sich die Qualität des Inhalts nicht an seiner Lesegeschwindigkeit messen lassen kann. Um das zu testen, möchte ich ein ungewöhnliches Experiment wagen und habe diesen Artikel auf seine Lesegeschwindigkeit optimiert.

Leistungsschutzrecht: Das goldene Zeitalter für SEOs

Die Diskussionen um das geplante Leistungsschutzrecht haben einige SEOs in Extase versetzt bei dem Gedanken, dass ihre Seiten bald auf den vordersten Plätzen der SERPs landen könnten.
Sollten nämlich die Verlage den Streit mit Google über die kostenlose Verwendung ihrer Artikel in Artikelvorschauen und in den Google News verlieren, werden die großen Online-Angebote der Verlage wahrscheinlich aus dem Index verschwinden. Denn eins dürfte klar sein: Google wird keine Gebühren für die Verwendung der Inhalte bezahlen. Ganze Länder sind bereits mit dem Versuch gescheitert, Google Gebühren für die Verwendung von Inhalten aufzuerlegen. Das war bereits der Fall in Brasilien und Belgien. In Frankreich möchte man seine Grenzen noch kennenlernen.

Damit haben die Verlage lediglich ihre eigenen Seiten aus dem Index manövriert. Schließlich beschert die kostenlose Google Suche den Medienkonzernen einen wesentlichen Teil des Traffics auf ihren Newsseiten. Diese wiederum argumentieren, dass die Artikelvorschau einen Großteil der Leserschaft vom eigentlichen Artikel fernhalten würde.
Bei einem SEO würden hier sofort die Alarmglocken läuten und er hätte sein Online-Angebot noch einmal durch den Snippet Optimizer gejagt ;) Frei nach dem Motto: Wer die Zusammenarbeit mit Google sucht, wird am Ende auch von dessen Nutzern profitieren.

Nicht mitgekommen? Ich denke mein Experiment können wir getrost als gescheitert betrachten. Aber in gewisser Weise ist es mir hoffentlich gelungen zu beweisen: Die Qualität des Inhalts kann man nicht an seiner Lesegeschwindigkeit messen. Ich hoffe, ihr seht das auch so und wünsche euch ein schönes Wochenende :)

Wie immer gibt’s noch eine Rückschau auf die wichtigsten News der Woche:

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